Autokorso vom 29.06.2021 (Freiburg)

Am 29. Juni fand kein Autokorso in Freiburg statt. Offenbar hatte diese Info nicht alle Stakeholder rechtzeitig erreicht, denn aus linksfaschistischen Kreisen wurden dennoch neue Forderungen auf den Parkplatz am SC Stadion gesprüht.

„Querdenker vergasen“

„Querdenker ins KZ“

„Mord dem Querdenken“
 

Neben der Forderung Konzentrationslager zu errichten und Andersdenkende zu vergasen, sprühte die linksfaschistische Szene auch Botschaften auf, deren Entschlüsselung nicht ohne weiteres möglich war – so sollen auch alle „Querder“ gehängt und „Qurdenker ins KS“.

Im Interview mit dem ehemaligen Stadtrat Sebastian Müller auf dem Nieschensender RDL wurde ein weiterer „Coup“ der linksextremen Szene in Freiburg vermeldet: Berichtet wurde aus einer Telegram-Gruppe des Autokorso. Zur Vorstellung im Interview heißt es, selbstverständlich sei Müller nur Anmelder von „Gegendemos“ habe aber keinen Einfluss auf Aktionen einzelner „Aktivisti“. Prüfen läßt sich dies freilich nicht, da „querdenken ausbremsen“ kein Impressum besitzt – und insofern auch in diesem Punkt mit dem Gesetz in Konflikt steht.

„Querdenken ausbremsen“: Auch Sabotage ist willkommen

Anschlag auf das Fahrzeug des Anmelders des Autokorso

Sinnstiftend für die gewaltbereiten Szene-Gänger scheint der Kampf gegen „Nazis“ – die aber erst einmal „generiert“ werden müssen. Seine Gedanken dazu läßt Müller im Interview mit RDL wie folgt schweifen:

Und diese Strukturen, die da jetzt entstanden sind, diese Menschen, die ja teilweise gezogen wurden von einer ich sag jetzt mal so ein bißchen hippiesken, ökologisch-esotherischen Ecke hin zum sehr Rechten und rechtextreme Strukturen, die sind jetzt ja in diesen Strukturen, oder in diesen Anknüpfungspunkten, die sind jetzt ja nicht mehr nur die netten Schwurbel von nebenan, die mal irgendwie mit dem Aluhut rumlaufen gegen Strahlung, sondern die sind jetzt halt eingebunden und erreichbar für strukturell-rassistische strukturell-antisemitische Verschwörungstheorien und Muster und sind jetzt auch – die Nazis haben jetzt deren Telefonnummer.

Müller gibt sich auf Twitter zuversichtlich, dass die Inhalte der Telegram-Gruppe („das Leak“) noch „für Schwitzen“ sorgen werde. Zitate aus dem „Leak“ fördern in der Tat ungeahntes zu Tage:

Quelle: RDL „Leak“
 

Quelle: RDL „Leak“

Der Einsatz für Frieden, Freiheit und Demokratie ist in der Tat schlechter bezahlt: Es gibt noch nicht einmal Bratwurst und 2,50 Euro. Dennoch finden Menschen den Weg auf die Straße um für diese Werte einzustehen und sie zu verteidigen.