Eine Frage des Friedens

Die Kriege der Vergangenheit zeigen, dass es nie um die Interessen der einfachen Menschen ging. Kriege waren das Mittel der Herrschenden im Ringen um mehr Macht und zur Durchsetzung ihrer Interessen. Im Interesse der einfachen Menschen stand immer nur der Frieden – sie waren meist diejenigen, welche den Krieg mit ihrem eigenen Leben zu bezahlen hatten.

Nun funktioniert aber kein Krieg ohne Waffen und Menschen die bereit sind sich damit gegenseitig zu töten. Wie erzeugt man diese Bereitschaft? Wie kommt es, dass Kriege mit so viel Begeisterung der Massen ausgefochten wurden? Klare Feindbilder sind hier das bewährte Mittel der Wahl: Eine gute und eine böse Seite. Und natürlich sollte jeder überzeugt sein auf der guten Seite zu stehen – böse sind die Anderen. Proxy-Kriege wie der in der Ukraine zeigen, dass wir als Völker noch immer nicht gelernt haben die richtigen Schlüsse zu ziehen: Es stellt sich in diesem Konflikt einzig die Frage was das Interesse der einfachen Menschen ist. Wer sich hingegen auf die Seite einer der Konfliktparteien schlägt macht sich damit zum Werkzeug. Er läßt sich instrumentalisieren gegen die andere Seite und bezahlt dies am Ende vielleicht mit seinem Leben.

Frieden ist jetzt „Lumpenpazifismus“ – die Gedanken eines Freiburger Ex-Stadtrats

Daher stehen wir für den Frieden und gegen Waffenlieferungen in Krisengebiete. Unsere Gegenseite hetzt mit „Lumpenpazifismus“ gegen den Frieden (Müller) und befürwortet Waffenlieferungen (Sauter). Mit der Lieferung von schweren Waffen an eine Konfliktpartei und der Ausbildung an diesem Kriegsgerät, steht Deutschland kurz davor im völkerrechtlichen Sinne selbst Partei in diesem Konflikt zu werden – mit unabsehbaren Konsequenzen. Diese Kriegstreiberei und das verantwortungslose Handeln unserer Regierung verurteilen wir.

Frieden schaffen mit Panzerhaubitzen?

Ist es am Ende etwa wieder soweit und Serdar Somuncu hat Recht: Die Deutschen sehnen sich nach Krieg?

Quelle: Berliner Zeitung