Samstags-Demo in Freiburg

Der Protest am 15. Januar 2022 startete in Freiburg bei leichtem Schneefall vom Fahnenbergplatz aus. Dieses mal stand eine Bühne und professionelle Audio-Technik zur Verfügung, die vor und nach dem Zug durch die Stadt für Musik- und Redebeiträge genutzt wurde. Über die Anzahl der Teilnehmer gab es unterschiedliche Berichte. Die Anmeldung der Versammlung erfolgte für 7.500 Teilnehmer. Gesichert teilgenommen haben mindestens 6.000 Menschen. Unterschiedliche Quellen berichten von deutlich mehr Teilnehmern. Wer sich selbst ein Bild machen und nachzählen möchte: Der Aufzug steht als Video im Zeitraffer zur Verfügung.

Auch Masken bieten Werbefläche für die gute Sache: Zur Aufwertung der auflagengemäß verordneten „Frischluftabweiser“ standen verschiedene Botschaften für die Teilnehmer zur Verfügung.

Fotos von den Botschaften der Teilnehmer:

Ein besonderes Auge wurde dieses mal auf unpassende Plakate und Fahnen gerichtet, welche die Außenwirkung der Veranstaltung stören. Das Plakat mit einem zweifelhaften Vergleich, welches bereits Freiburgs Oberbürgermeister beschäftige, konnte trotz Suche danach nirgends mehr entdeckt werden. Zweifelhaft allerdings auch, warum dem Oberbürgermeister die geschätzt 499 verbliebenen Plakate des letzten Aufzuges und deren Botschaft keine Erwähnung Wert gewesen waren.

Quelle: Twitter „Querdenken ausbremsen“

Auch die Freiburger Antifa-Szene konnte einen Erfolg verbuchen: Nachdem am Tag vor der Versammlung mehrere Häuser mit Gewaltaufrufen („Querdenker boxen“) besprüht wurden, hielt der Oberbürgermeister im Geleit der Sprühdosen-affinen Gruppierung sogar eine Rede auf dem Platz der alten Synagoge.

Von der Versammlung auf dem Platz der alten Synagoge bewegten sich nach deren Ende verschiedene Personen in Richtung B31 – offenbar mit der Intension den Zug der Samstags-Demo um die Innenstadt herum zu stören oder zu behindern. Dies wurde von der Polizei aber rechtzeitig unterbunden.

Dies waren allerdings Nebenschauplätze. Ein Rückblick auf die Veranstaltung in Bildern:

Fotos: zukunft-fr.de, pressbynick