Medien in Zeiten von Corona Reloaded

Die Proteste der Bürger für Freiheit und gegen „COVID-Zertifikate“, die sich derzeit immer weiter in Europa ausbreiten, sind ein guter Anlass für ein zweites Kapitel zur Rolle der Medien und eine kritische Analyse ihrer Techniken zur Manipulation der Massen.

„Es ist leichter die Menschen zu täuschen, als sie zu überzeugen,
dass sie getäuscht worden sind“

– Mark Twain (1835 – 1910)

Doch vor konkreten Analysen, eine wichtige Frage an den geschätzten Leser (eigentlich sogar die alles entscheidende Frage): Was bestimmt eigentlich, was wir selbst glauben und denken? Kann unser Glauben und Denken manipuliert werden? Die Antwort wäre doch sicherlich „Nein“: Natürlich lassen wir uns selbst nicht manipulieren, denn das würden wir sofort erkennen. Was wir denken und glauben das entscheiden wir am Ende noch immer selbst. Andere kann man womöglich manipulieren, aber uns nicht – dafür sind wir auch viel zu intelligent. Stimmt das wirklich so?

Beginnen wir die Reise zu unserem eigenen Verstand doch mit ein paar unbewußten Assoziationen:

Querdenker

Welche Gefühle löst dieser Begriff aus? Positive oder Negative? Tippen wir hier mal auf negative Gefühle: Schwurbler, Nazis, Rechte, Gewaltbereite, Reichsbürger. Nun kennt sicher jeder persönlich auch Menschen in seinem Umfeld, die zum Beispiel beim Thema „Impfung gegen Corona“ eine andere Meinung als die Medien vertreten. Sind diese Bekannten Schwurbler, Nazis, Rechte, Gewaltbereite oder Reichsbürger? Vermutlich nicht. In unserem Kopf gibt es da also eine anonyme Masse an Menschen, die wir zwar persönlich nicht kennen, aber denen wir diese Attribute zuschreiben. Da wir sie selbst nicht kennen: Woher kennen wir sie? Woher kommen diese unbewußten Assoziationen und wie kommen sie in unseren Kopf?

Um diese Frage zu klären, schauen wir uns ein konkretes Beispiel an:

Quelle: Badische Zeitung (BZ)

Analysieren wir zunächst das, was ein Leser als erstes wahrnehmen wird: Die Überschriften und das Foto. Zunächst die Überschriften des Artikels:

Tausende protestieren gegen Macrons Corona-Maßnahmen

Demonstrationen in elsässischen Städten wie in ganz Frankreich / Nazi-Vergleich auf Kundgebung in Straßburg / Impfverpflichtung für Pflegekräfte in der Kritik

Hier erfährt der Leser drei Dinge: Zunächst ist das die Anzahl der Bürger die protestieren sollen, zweitens wie er diesen Protest mental einordnen soll und drittens gegen was sie vermeintlich protestieren.

  1. Bei der Anzahl der Menschen hört sich „Tausende“ zunächst nach viel an, doch da die Demonstrationen, wie der Leser dann erfährt, in ganz Frankreich sein sollen (67 Millionen Einwohner), protestiert im Kopf des Lesers nur eine kleine Minderheit.
  2. Als nächstes erfährt der Leser was er über die Proteste denken soll (siehe: Haltungsjournalismus): Es sind Nazi-Vergleiche gesichtet worden und das bedeutet (Stichwort: Kontaktschuld), dass dort „merkwürdige“ Menschen sind mit denen man sich selbst nicht gerne gemein sehen würde.
  3. Drittens erfährt der Leser gegen was die Bürger da vermeintlich protestieren: Eine Impfverpflichtung für die Pflegekräfte.

Das ausgewählte Bild stützt diese Aussagen:

  • Es sind nur wenige Menschen darauf zu erkennen
  • Das Plakat zeigt die Aussage (Übersetzung): „Impfen macht frei“

Bei einem Leser wird eine „Impfverpflichtung für Pflegekräfte“ vielleicht als verhältnismäßig bewertet, insofern kann man den Eindruck eines Lesers wie folgt zusammenfassen: „In Frankreich protestieren ein paar merkwürdige Gestalten gegen Impfungen im Pflegebereich“. Diese Aussage wird in etwa das sein, was beim Leser im Kopf „hängen bleiben“ wird. Es beantwortet auch die zu Beginn gestellte Frage, woher die unbewußten Assoziationen kommen und wie sie in unsere Köpfe gelangen: Von und über die Medien.

Medien haben desto mehr Macht über die Deutung von Ereignissen, je weniger wir selbst über die Vorgänge vor Ort persönlich wissen und erfahren können. Je mehr wir also voneinander isoliert bleiben und je weniger wir reisen können, desto größer die Macht der Medien. Unter dem Vorwand „Corona“ versuchen die Regierenden beides: Uns voneinander zu isolieren und unsere Möglichkeiten zum Reisen zu erschweren.

Zum Artikel der Badischen Zeitung (BZ) offerieren wir dem Leser nun einen zweiten Blick auf die Vorgänge in Frankreich. Wie immer verbunden mit der freundlichen Einladung sich selbst ein Bild zu machen:

In Frankreich brachen Proteste aus, nachdem Präsident Macron die Einführung des „Passe Sanitaire“ verkündet und als Bedingung für den Besuch von Restaurants, Bars, Hotels und andere öffentliche Orte erklärt hatte. Die Einführung solcher „COVID-Zertifikate“ ist Beschlusslage in der gesamten EU. Zugleich sollen in Frankreich die Tests massiv verteuert werden – perspektivisch wäre der Besuch solcher Orte also nur noch für „Geimpfte“ möglich. In Paris und 130 anderen Städten gingen dagegen die Bürger auf die Straße.

Proteste gegen den „Passe Sanitaire“ in Paris

Beobachtern zu Folge, waren allein in Paris mehrere Hundertausend auf der Straße. Aufnahmen der Proteste aus dem elsässischen Colmar:

 

Hier skandierte die Menge „Liberté!“ (Freiheit). Auf den Plakaten war beispielsweise zu lesen „Macron = Teile und Herrsche“. Weitere Fotos aus anderen Plätzen und Städten in Frankreich:

Damit zurück zur Analyse des Artikels der Badischen Zeitung. Diese erwählt für den Leser das Foto eines Plakats mit der Aufschrift (übersetzt) „Impfen macht frei“ zum Sinnbild der Proteste. Der Spruch ist eine offenkundige Anspielung auf die Parole „Arbeit macht frei“, welche über dem Eingangstor zum Konzentrationslager Ausschwitz angebracht war. Fast die gesamte erste Spalte des Artikels beschäftigt sich mit diesem Plakat – ein Viertel des gesamten Textes! Das dieses Plakat einen solchen Raum einnimmt, ist wichtig, um die Ereignisse im Kopf des Lesers in der gedanklichen Wolke um das Thema „Nazis“ zu verankern. Dies klappt, da insbesondere der vermeintliche Anlass der Proteste in der Überschrift den Leser auf die falsche Fährte lockt – der wesentliche Punkt („Passe Sanitaire“) wird im Text erst am Ende erwähnt und damit zur Nebensächlichkeit degradiert: Die Teilnahme am Leben in Frankreich wird zwingend abhängig von Injektionen, welche die Regierung vorgibt und für deren Kontrolle eine Infrastruktur (der „Passe Sanitaire“) errichtet werden soll. Dieser Druck auf die Menschen (und perspektivisch defakto ein Zwang) ist eine Verletzung des Nürnberger Kodex, der eben gerade als Lehre aus der NS-Zeit geboren wurde und in dem es zu medizinischen Eingriffen heißt:

Die freiwillige Zustimmung der Versuchsperson ist unbedingt erforderlich. Das heißt, […] dass sie in der Lage sein muss, unbeeinflusst durch Gewalt, Betrug, List, Druck, Vortäuschung oder irgendeine andere Form der Überredung oder des Zwanges, von ihrem Urteilsvermögen Gebrauch zu machen

Der Nürnberger Kodex (1947)

In diesem Fall sind es die Regierenden und die Medien, die den Nürnberger Kodex nun brechen und in Frage stellen – sich also von den Lehren aus der Nazi-Zeit distanzieren. Nach dem Prinzip Teile und Herrsche haben sie die Bevölkerungen zunächst in zwei Lager gespalten, um dann in satanischer Umkehrung dem Lager, das sich der heraufziehenden Tyrannei entgegenstellt, zwecks Diskreditierung einen Nazi-Bezug vorzuhalten.

Es ist aber nicht nur eine Abkehr von Ethik, sondern auch ein Bruch der Verfassung: In Deutschland hat der Nürnberger Kodex über Artikel 2 und das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit auch in das Grundgesetz Einzug gefunden. Das Plakat beschreibt nun diesen Umstand: Nach dem Willen der Regierenden soll „impfen frei machen“ – formal ist diese Aussage korrekt. Der Hinweis durch Anspielung auf die Ereignisse der NS-Zeit ist konsequent: Die Abkehr vom Nürnberger Kodex und der Bruch der Verfassungen durch Medien bzw. Regierende ist der dunkle Weg zu genau den gleichen Grausamkeiten, die schon die Nazis verübten.

Die Badische Zeitung berichtet nicht nur über die Ereignisse – sie ist längst zum Teil des Geschehens geworden:

Quelle: Badische Zeitung (BZ)

Angeboten in den Räumlichkeiten der BZ-Geschäftsstelle in Lörrach wurden am Samstag, den 17. Juli sog. „Kreuzimpfungen“, also die Mischung der „Impfstoffe“ verschiedener Hersteller. Die Studienlage zu den damit verbundenen Risiken ist unklar – die WHO warnt vor derartigen Kreuzimpfungen.

Quelle: deutschlandfunk.de

Kreuzimpfungen im Angebot – gleich neben dem Lörracher Wochenmarkt:

Quelle: Badische Zeitung (BZ)

Auch das Heilmittelwerbegesetz (§ 10 Absatz 1) wird bei dieser Aktion ignoriert, wonach „für verschreibungspflichtige Arzneimittel nur bei Ärzten, Zahnärzten, Tierärzten, Apothekern und Personen, die mit diesen Arzneimitteln erlaubterweise Handel treiben, geworben werden [darf]“:

Es gebe aber noch einige, die die Impfung eigentlich haben wollten,
dafür aber keinen großen Aufwand betreiben wollten. Diese Gruppe wolle man mit solchen spontanen Angeboten erreichen. In Lörrach werden auch Mitglieder des Teams bewusst Leute ansprechen und fragen, ob sie sich impfen lassen wollen.

Quelle: Badische Zeitung (BZ)

Die Verabreichung von medizinisch wirksamen Substanzen ohne eine eindeutige Studienlage ist per Definition ein medizinischer Versuch, der unter den Nürnberger Kodex fällt. Indem die Badische Zeitung ihre Räumlichkeiten zur Verfügung stellt, macht sie sich selbst zum Helfer und Unterstützer dieser, nach dem Nürnberger Kodex unethischen, medizinischen Versuche.

Update 22. Juli 2021:

Es kommen immer absurdere Forderungen der Regierenden auf, um den Kommunikationsfluss zwischen den Menschen zu unterbinden und so über die Massenmedien die Informations-Kontrolle zu bewahren. In Sydney forderte nun eine Gesundheitsbeamtin die Bürger auf, nicht mehr miteinander zu sprechen. Es sei „leider nicht die Zeit, dies zu tun“. An die Bürger gewandt sagte sie, „selbst wenn Sie Ihren Nachbarn im Einkaufszentrum treffen, fangen Sie kein Gespräch an“ (Quelle).