Der Aussteiger

Das Gründungsmitglied von Antifa Australia Shayne Hunter berichtete kürzlich aus der Gedankenwelt der linksfaschistischen Szene. Radikalisiert wurde Hunter in Sydney durch die Angriffe auf Syrien durch westliches Militär. Seinen Einstieg in die Szene beschreibt er wie folgt:

Ich kam zu der Überzeugung, dass Krieg ein Symptom für größere Systeme in der Gesellschaft ist und sie der wahre Feind sind, wie die weiße Vorherrschaft und das Patriarchat. Antifa ist der Ansicht, dass diese Systeme durch einen Prozess der „De-Plattform“ zerstört werden müssen, um die Welt zu retten. Menschen, die sich nicht unbedingt auf alles einigen, sind sich einig darin ihren gemeinsamen Feind anzugreifen – jedem im rechten Flügel der Politik.

Hunter ist inzwischen aus der Szene ausgestiegen. Wie er sagt, nachdem er festgestellt hat, dass Antifa zu großen Teilen fremdgesteuert agiert. Auch in Deutschland fällt die Nähe der selbsterklärten Anti-Faschisten zur Regierung auf. Bei Corona propagieren sie deren Maßnahmen und Narrative – von Überwachungs-Apps bis Spritzen. Dabei müßte der Anti-Faschismus, gemäß der Definition, eigentlich durch eine besonders große Distanz zu Regierungen auffallen und eine kritische Haltung zu Kapital, Wirtschaft und Medien vertreten.

Regierung und Antifa – da paßt kein Blatt dazwischen (Quelle: Flyer aus der Freiburger Szene)

Shayne Hunter sprach im Zusammenhang mit der Szene von Fremdsteuerung: Milliardär und Philanthrop George Soros, der selbst ein Medien-Imperium kontrolliert, versuche die Gruppe zu benutzen. Eine direkte Fremdsteuerung im Sinne einer Befehlskette ist zwar mehr als unwahrscheinlich, allerdings eine Manipulation der Szene und verdeckte Unterstützung finanzieller und medialer Art erscheint denkbar. Geld und Kontakte dürften für den Milliardär kein Problem darstellen. Sofern die Vorwürfe stimmen, stellt sich natürlich die Frage zu welchem Zweck?

Schon vor Corona gewann das Schlagwort „global governance“ an Aufmerksamkeit. Hinter dem Begriff versteckt sich Globalisierung im politischen Sinne: Etwas plump ausgedrückt umfaßt es Bestrebungen zur Errichtung einer „Weltregierung“. Eine solche erfordert notwendigerweise die Zersetzung oder Zerstörung von Nationalstaaten, also deren Parlamente, Gesetzgebung und Gerichtsbarkeit, aber auch der nationalen Identität der Gesellschaften.

Im linken Spektrum sind sowohl Forderungen wie „No borders, No nations“ (keine Grenzen, keine Staaten) als auch die Ablehnung nationaler Identität verankert – alles nützliche Ziele aus Sicht der Akteure der „global governance“. Obgleich man annehmen darf, dass Kapitalisten und Linke völlig unterschiedliche (und sogar konträre) Motive und Beweggründe haben – es gibt linke Themen, die von kapitalistischer Seite für die eigene Agenda ausnutzbar sind. Für Kapitalisten geht es um totale Macht und globale Kontrolle, für Linke vornehmlich um soziale und humanitäre Erwägungen. Es dürfte klar sein: Weder wird ein Kapitalist ein sozialistisches oder kommunistisches Paradies anstreben noch werden Linke bewußt für einen globalen Kapitalismus kämpfen. Aber ein geschickter Kapitalist kann Linke ausnutzen und unterstützen, wenn sie für seinen Plan nützliche Aktionen ausführen. In diesem Fall kann die sog. Antifa konkret mißbraucht werden, um Gesellschaften zu destabilisieren und zu zersetzen. Auch wenn es am Ende Spekulation bleibt: Es würde die unheimliche Nähe von Politik und Regierungen einerseits und der sog. Antifa andererseits erklären, die seit Corona zu existieren scheint.

Kurz vor der Bundestagswahl brachte die sog. Antifa in Deutschland eine Mordliste in Umlauf. Genannt auf der Liste werden 250 Regierungs-Kritiker. Diese sollen gemäß dem Autor der Gesellschaft „entnommen“ werden – eine Redewendung aus dem Jäger-Latein, die auf gut deutsch Tötung bedeutet. Darunter sind Redakteure, Politiker und zahlreiche prominente Kritiker der Corona-Politik.

Quelle: wochenblick.at

Typisch für die Szene ist die diabolische Umkehr der Tatsachen und die Entmenschlichung ihrer selbsterwählten Feinde: Kritiker der Regierung werden kurzerhand zu „Nazis“ erklärt und die Mitglieder der Szene nach meist frei erfundenen Vorfällen zu „Gegenschlägen“ aufgestachelt.

Antifa hetzt auf Twitter mit frei erfundenen Behauptungen

Der Hass auf Andersdenkende zeichnet die Linksfaschisten auch in Freiburg aus: Slogans mit eindeutiger Konnotation wie zum Beispiel „Wir impfen euch alle“ und Aufrufe zu Sabotage und Mord gipfelten beim Freiburger Autokorso in realen Straftaten wie Nagelanschlägen und zertrümmerten Windschutzscheiben.

„Querdenker vergasen“ (Freiburg Parkplatz Neues SC Stadion)

„Querdenker ins KZ“ (Freiburg Innenstadt)
 

Nagelanschlag gegen Autoreifen …
 

… mit in Teerfugen eingelassenen Stahlstiften

Entsprechend der Logik sich in einem ständigen Kampf gegen Rechtsextreme zu befinden, werden von der Szene oft Gegenveranstaltungen angemeldet – um mit diesen dann „Nazis“ in Gestalt von Hausfrauen, Handwerkern und Schülern die Stirn zu bieten, die sich beispielsweise gegen die Corona-Politik engagieren.

Quelle: Freie Sachsen

Quelle

Die Palette der Themen bei diesen Versammlungen reicht von skurril bis hasserfüllt: In Leipzig marschierte die Szene unter dem Motto „Sachsen muss sterben – damit wir leben können“. Auf früheren Veranstaltungen („Deutsche Raus“) wollte man u.a. Deutsche von Universitäten verbannen. In Bad Dürkheim wurde mit dem Thema der Versammlung sogar gleich zum Mord aufgerufen („Coronaleugner töten“). Kontern sollte dies die Versammlung einer Bad Dürkheimer Initiative unter dem Motto „Miteinander Reden – Gemeinsame Wege finden“.

Was und wer ein „Coronaleugner“ ist bestimmt die Szene selbst

Die Radikalisierung der Szene macht sich in den USA bemerkbar: Dort wurde kürzlich der Antifa Unterstützer Benjamin Varela (35) festgenommen. Ihm wird vorgeworfen am 4. September 2021 einen 25-jährigen Impfkritiker mit 5 Schüssen ermordet zu haben. Eine Petition die sog. Antifa als terroristische Organisation zu klassifizieren erreichte 2017 in den USA über 100.000 Unterschriften – innerhalb von nur 3 Tagen. Im gleichen Jahr wurde sie im US-Bundesstaat New Jersey vom Heimatschutzministerium als Terrororganisation eingestuft.

Antifa heisst Angriff (Quelle)

In Deutschland wurde im Jahr 2020 ein ähnlicher Vorstoß durch die Bundestagsfraktion der AfD erfolglos an die Regierung herangetragen. Laut Pressestatement des Landesverbandes NRW steht hinter der sog. Antifa „ein linksextremes, demokratiefeindliches Weltbild, mit dem gewalttätige Angriffe gegen Andersdenkende regelmäßig begründet“ werden. Ob dies auch der Grund ist warum die Mordliste mehr als 50 Politiker der Partei enthält ist unklar. Die Berichte der deutschen Verfassungsschutzbehörden stimmen mit der Einschätzung überein:

Quelle

Im Bericht des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV) wurden für 2019 insgesamt 6.449 Straftaten (+39.5%) mit linksextremistischem Hintergrund ausgewiesen, wobei sich die Zahl der gewaltorientierten Linksextremisten auf 9.200 erhöhte (Quelle).

Hammerbande aus Sicht der sog. Antifa: „Erfolgreich – Offensiv – Militant“

Für Anschläge auf Personen ist in Deutschland vor allem die sog. „Hammerbande“ bekannt geworden, die der Antifa Szene zugerechnet wird. Am 14. Mai 2021 wurde in Dresden gegen mutmaßliche Mitglieder der Gruppe Anklage erhoben. Ihnen wird unter anderem die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen und verschiedene Anschläge zur Last gelegt, bei denen die Täter mit Hämmern und Eisenstangen auf die Köpfe ihrer Opfer einschlugen. Die Opfer trugen lebensgefährliche Verletzungen davon.

Kopfverletzungen nach Angriff mit Eisenstangen

Bilder eines Tatorts

Anführer der Gruppe soll die 26-jährige Lina E. sein, deren Freilassung die sog. Antifa fordert („Free Lina“). Freund und mutmaßlicher Komplize Johann E. ist derzeit noch auf der Flucht.

Tatverdächtige Lina E. (Quelle)

Quelle

Ins Visier der Gruppe gerieten politisch Aktive aus rechtsnationalen Kreisen, aber auch Außenstehende: Im Jahr 2019 soll die Gruppe einen Kanalarbeiter im Leipziger Stadtteil Connewitz angegriffen und schwer verletzt haben. Lina E. habe bei der Tat mit Pfefferspray Passanten vom Eingreifen abgehalten. Nach Aussage gegenüber Zeugen am Tatort sei das Opfer ein „Nazi“ und habe es verdient. Der Mann hatte eine Mütze einer als „rechts geltenden Marke“ getragen, was den scheinbaren Grund für den Angriff darstellte. Seine schwerwiegenden Verletztungen mußten operiert und teilweise Metallplatten eingesetzt werden.

Wer die Freiburger Szene der sog. Antifa verstehen will kommt am ehemaligen Stadtrat Sebastian Müller nicht vorbei. Als Anmelder zahlreicher Veranstaltungen, auf denen die Freiburger Szene aktiv in Erscheinung tritt, äußert er sich öffentlich in Interviews und ist mit Flyern aktiv. Besonderes Feindbild sind Querdenker und Proteste gegen Corona-Maßnahmen: Dort wären Nazis und Rechtsextreme.

Quelle: Freiburger Wochenbericht

In Texten und Interviews gibt sich Müller professionell – seinen „Gegnern“ gegenüber wird er teils deutlicher: Beim Versammlungsgelände des Autokorso Freiburg war in der Vergangenheit von abgefackelten Fahrzeugen die Rede, welche die Antifa anzünden würde (vor Zeugen so geschehen am 25. Mai 2021).

Die Liste seiner Vorwürfe gegen die Demonstranten und Proteste ist inzwischen lang. In seinen Texten, auf Twitter und in Interviews wirft er den Teilnehmern „Wissenschaftsleugnung“, „Sozialdarwinistisches Gedankengut“ und „aggressive Ablehnung der freiheitlichen demokratischen Grundordnung“ vor. Demonstranten bezeichnet er als „Coronaleugner“ und „Schwurbler“. Querdenker wären „laut und aggressiv“. Auf Freiburger Veranstaltungen würde der Hitlergruß gezeigt, immer wieder der Holocaust relativiert und rechtsextreme Symbolik gezeigt – maßgebliche Akteure seien rechtsextrem. Journalisten würden bedroht oder angegriffen und sogar Passanten bedrängt. Wer sich abgrenzen wolle werde „rausgemobbt“. Die Polizei wirke überfordert und könne wenig entgegen setzen.

Proteste seien rechtsoffen und „leicht anschlussfähig nach weit rechts“ – unter den Teilnehmern „viele Verschwörungsgläubige“ aus dem „öko-esoterischen Milieu“ (ganz im Gegensatz zu Fridays for Future, die „Klima-rational“ seien). Er selbst würde bedroht und sähe sich Anfeindungen ausgesetzt. Bezüglich der Freiburger „Coronaleugner Autokorsos“ berge das Werfen von Gegenständen, Blockaden oder Beleidigungen rechtliche Risiken – daher müsse jeder selbst entscheiden welche Risiken er bereit sei einzugehen. Auch störe die Veranstaltung Kinder beim Einschlafen und behindere den Feierabendverkehr. Für Aktionen ruft er auf sichere Mittel der Kommunikation wie den Messenger „Signal“ zu nutzen und beklagt unzureichende Zensur von Querdenkern auf Telegram, da dieser Dienst keine Inhalte lösche oder sperre.

Bei Corona seien konsequente politisch festgelegte Regeln zum Infektionsschutz die Lösung. Es sei eine kleine, laute Minderheit die Corona leugne, falsche Informationen verbreite, Angst vor Impfungen schüre und Andersdenkende mit Hass und Häme überziehe. Die Impfung sei „gut verträglich“, habe wenig Nebenwirkungen, schütze gegen „alle Varianten des Virus“ und sogar „gegen neue Varianten des Virus“, sei „hochwirksam“ und bezüglich Sicherheit und Wirksamkeit „geprüft und ständig überwacht“, verändere nicht die Erbinformationen und man stecke weniger Menschen an wenn man krank werde [was die Frage aufwirft, wie man krank werden kann, wenn sie hochwirksam ist]. Tote durch Impfung, Veränderungen im Blutbild und dass Covid für Kinder ungefährlich sei, wären Falschbehauptungen. Die Furcht vor Spätfolgen der Impfung sei unbegründet.

23. Juli vs. 06. Oktober

15. September vs 07. Oktober

Die obige Flyer-Aktion des umtriebigen ehemaligen Stadtrats wurde als unverantwortlich und als Verstoß gegen das Heilmittelwerbegesetz kritisiert. Viele seiner Behauptungen sind in der Zwischenzeit sogar schon über die sog. Mainstream-Presse widerlegt. Vor schweren und vielfach tödlichen Nebenwirkungen wie Myokarditis und Thrombosen warnen die Hersteller seit Mitte des Jahres. Todesfälle und bleibende Impfschäden sind in den Datenbanken der EMA (EudraVigilance) und VAERS dokumentiert. Mit Stand zum 1. Oktober 2021 listet die Datenbank der EMA über 15.000 Todesfälle und mehr als 3,8 Mio Fälle von Nebenwirkungen (Quelle).

Todesfälle

Gemeldete Nebenwirkungen

Man muss allerdings von einer erheblichen Untererfassung ausgehen, da Meldungen freiwillig sind, oft kein Zusammenhang mit der Impfung erkannt wird oder manche Ärzte eine Meldung scheuen.

Ein abschließendes Urteil über die linksfaschistische Szene und ihre ungewöhnliche politische Allianz bei der Corona-Agenda erscheint schwierig. Einige Beobacher sehen eine erhebliche Gefahr für den Rechtsstaat und die freiheitliche Gesellschaft insgesamt. Andere sehen eine geschickte Instrumentalisierung der Szene, die ansonsten eher chaotische Zielsetzungen verfolgen würde, mit dem Ziel der Destabilisierung der Gesellschaft und Zersetzung des Staates zum Vorantreiben einer kapitalistischen Agenda.